Valle de los Ingenios

File 348Fast 50 Zuckermühlen standen Ende des 19. Jahrhunderts in diesem Tal östlich der Stadt Trinidad und sind Symbol für die Blütezeit dieser Region. Deshalb wird es auch als Valle de los Ingenios (zu deutsch: "Tal der Zuckermühlen") bezeichnet. Es zählt seit 1988 zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO, da sich im Tal viele historische Plätze und Gebäude befinden. So sind beispielswiese ehemalige Zuckermühlen, Kolonialbauten und Häuser, in denen Sklaven untergebracht waren, zu besichtigen.

File 159Einst wurden die Zuckermühlen nämlich vor allem mithilfe der Sklaven bewirtschaftet. Die größte Zuckerplantage des Landes war damals die im Dorf Manacas Isnaga, das mitten im Tal liegt. Hier wurde zur Beaufsichtigung der Arbeiter – es waren mehrer Hundert auf dieser Plantage – ein 50 Meter hoher, siebenstöckiger Turm gebaut, der Torre de Iznaga. Er ist heute eine Touristenattraktion, da er zum einen als ein historisches Nationaldenkmal gilt und zum anderen einen wunderbaren Blick über das Tal gewährt. Einen wunderbaren Ausblick hat man auch vom Mirador de la Loma del Puerto, einem Aussichtspunkt im Nordosten des Tales. Von den vielen Zuckermühlen im Valle de los Ingenios sind teilweise nur noch Ruinen übrig, da während des ersten Befreiungskrieges die ehemaligen Sklaven die Plantagen und Mühlen niederbrannten.

Neben historischen Schauplätzen lässt sich hier jedoch auch die wunderschöne Natur des Tales genießen. Zwischen den alten Höfen liegen weitläufige Zuckerrohrfelder und Palmenhainen.

Von Trinidad aus gibt es eine Bahnlinie ins Valle de los Ingenios. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten.