Geschichte von Kuba

 

Jahr Ereignis
bis 1492 Indianerkulturen der Kariben
1492 Christoph Kolumbus (Cristóbal Colón) entdeckt die Insel Kuba. Er hält sie anfangs für eine japanische Insel.
ab 16. Jht. Die Spanier kolonisieren Kuba
ab 17. Jht Aufschwung durch Zuckerrohranbau und durch Sklavenhandel
1762 Die Briten erobern Havanna
1763 Kuba wird im Frieden zu Paris im Tausch gegen Florida wieder Spanien zuerkannt
19. Jht Es wird erwogen, Kuba aus wirtschaftlichen Gründen heraus an die USA anzuschließen
1878 Die Spanier schlagen 1878 den zehnjährigen Volksaufstand nieder
1895 José Martí, Kubas Nationalheld, beginnt den letzten Aufstand um Unabhängigkeit.
1898 Eine ungeklärte Explosion des nordamerikanischen Kriegsschiffes Maine führt vor Havanna zum amerikanisch-spanischen Krieg. Er wurde fast von kubanischen Revolutionären gewonnen. Daraufhin schickt Spanien eine Million Soldaten, von denen jedoch nur 200 000 zurückkommen. Der Rest kam im Kampf um, starb durch tropische Krankheiten oder bleib vor Ort.
1898 Spanien unterliegt im Krieg gegen die USA und muss Kuba abtreten. Kuba unterliegt nun der amerikanischen Militärverwaltung.
1902 Am 20. Mai ziehen die US-Truppen ab und Kuba die erlangt die Unabhängigkeit. Tomás Estrada Palma wird erster Präsident der Republik Kuba, wobei die USA sich das Interventionsrecht in die inneren Angelegenheiten Kubas vertraglich vorbehalten.
1903 In einem Vertrag sichern sich die USA zwei Militärstützpunkte auf der Insel: Bahía Honda und Guantanamo Bay
1912 Bahía wird von den USA an Kuba zurückgegeben
1906-19 Die USA intervenieren militärisch bei inneren Unruhen
1933 Sturz der Regierung von General Gerardo Machado Morales. Neuer Mann wird der Sergeant Fulgencio Batista Zaldívar, der bis 1939 als Oberbefehlshaber der Armee wird (Führer der Revolution).
1940-44 Fulgencio Batista wird Präsident. Das Regime wird diktatorisch und korrupt. Die Verfassung wird abgeschafft, die Opposition unterdrückt. Kuba wird völlig unabhängig von den USA.
1953 Am 26. Juli unternimmt eine Guerillatruppe unter der Führung des Rechtsanwalts Fidel Castro Ruz einen Angriff auf die Moncada-Kaserne von Santiago. Der Angriff schlägt jedoch fehl. Dies ist auch der Beginn der Revolution (Movimiento 26 de julio). Ziele der Revolution sind Sozialreformen, Demokratie und die Wiederherstellung der Verfassung von 1940.
1959 Am 1. Januar erobern Castros Revolutionäre die Hauptstadt Havanna. Fulgencio Batista flieht ins Exil. Fidel Castro übernimmt am 16. Februar das Amt des Ministerpräsidenten.
Am 27. Mai wird eine Land- und Agrarreform eingeführt, die zur Folge hat, daß privater Großgrundbesitz beseitigt wird und statt dessen Kooperativen und staatliche Betriebe gebildet werden.
Am 17. Juli wird Osvaldo Dórticos Torrado Präsident der Republik Kuba. Fidel Castro bleibt Regierungschef.
1960 Die USA verhängen über Kuba ein partielles Handelsembargo
1961 Am 17. April scheitert ein Angriff der USA-Exilkubaner in der »Schweinebucht
1961 Am 2. Dezember wird offiziell die Sozialistische Republik auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus proklamiert.
1962 Die USA verhängen schließlich ein totales Embargo auf alle Einfuhren aus Kuba
1962 Sowjetische Raketenbasen auf Kuba führen zur so genannten Kuba-Krise. Im Oktober errichten die USA eine totale Blockade über Kuba. Geheimverhandlungen zwischen den USA und der Sowietunion führten dazu, daß die Raketenbasen auf Kuba beseitigt wurden.
1964 Kuba wird aus der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) ausgeschlossen. Alle lateinamerikanischen Staaten - außer Mexiko - brechen ihre diplomatischen Beziehungen zu Kuba ab.
1972 Kuba tritt dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (COMECOM - Wirtschaftsorganisation der Ostblockstaaten) bei.
1975 Die Organisation der Amerikanischen Staaten beenden die Sanktionen gegen Kuba
1976 Kuba erhält am 16. Februar 1976 eine neue Verfassung.
Neben dem Amt des Ministerpräsidenten übernimmt Fidel Castro am 2. Dezember auch das Amt des Präsidenten der Republik Kuba.
1978 Kuba unterstützt militärisch Äthiopien im Kampf um das Ogaden-Gebiet bin 1989.
1993 Nach dem Zusammenbruch der Sowietunion verlassen am 30. Juni die letzten Sowietischen Truppen die Insel Kuba.
1995 Kuba tritt dem Vertrag von Tlatelolco bei. Dieser untersagt die Verbreitung von Atomwaffen in ganz Lateinamerika.
1998 Der Papst besucht Kuba vom 21-25. Januar.