Die bekanntesten kubanischen Zigarren

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Viele verschiedene Zigarren kann der Kubaner und auch der Kenner aus dem Ausland unterscheiden. Zunächst gibt es verschiedene Formate, nach denen sich die Zigarren unterscheiden lassen. Dabei spielen Lände, Dicke und Form der Habano eine Rolle. Allgemein gilt: Wenn ihr Körper gerade gedreht ist, wird die Zigarre als Parejo bezeichnet, hat sie dagegen einen unterschiedlich dicken Körper, nennt man sie Figurado.
Fast jede Zigarrenmarke bietet die Corona an, eine Zigarre mit einem Durchmesser von ungefähr 16 mm und einer Länge von etwa 140 mm. Sie zeichnet sich durch einen flachen Rundkopf und eine gerade (zylindrische) Form aus. Variationen sind die Double Corona, die Corona Gorda und die Petit Corona.
Als Robusto wird eine recht dicke Zigarre bezeichnet, eine besonders dünne ist die Panatela mit einem Durchmesser von nur etwa 14 mm. Das Format Julieta 2 ist auch unter dem Namen Churchill-Format bekannt. Diese Zigarre ist ungewöhnlich lang – etwa 178 mm – und ihre Rauchdauer kann bis zu 90 Minuten betragen. Zu den Figurados wiederum, den nicht-zylindrischen Zigarren, gehören beispielsweise der Torpedo, der Belicoso und die Piramide. Zigarillos nennt man die sehr dünnen und kurzen Zigarren, die häufig aromatisiert sind.
Unzählige Zigarrenmarken haben sich sowohl in Kuba als auch in der ganzen Welt einen Namen gemacht. Die wichtigsten werden hier aufgeführt.
Die bekannteste Zigarrenmarke des Landes ist wohl die Cohiba. Dabei gibt es die Cohiba-Zigarren noch gar nicht allzu lange, erst nach der Machtübernahme Fidel Castros wurde die Marke entwickelt. Auch durch Che Guevara wurde die Cohiba weltberühmt und viele sagen, sie sei die wohlschmeckendste kubanische Zigarre überhaupt. Ihr Tabak stammt aus dem besten Anbaugebiet des Landes, der Vuelta Abajo, und ein dritter Fermentationsprozess verleiht der Zigarre ein einmaliges Aroma. 2006 hatte Cohiba die bis dahin teuerste Zigarre der Welt auf den Markt gebracht, sie nennt sich Cohiba Behike und ist in exklusive Holzkisten verpackt. Eines dieser Kästchen enthält 40 Zigarren und kostet um die 15.000 Euro.
Eine weitere sehr bekannte und beliebte Zigarrenmarke ist die Montecristo, die im Jahr 1935 gegründet wurde. Sie ist eine der stärksten Habanos und zeichnet sich durch ein besonders kräftiges Aroma aus. Die Montecristo A ist eine der längsten Zigarren, da sie etwa 230 mm lang ist, die Montecristo Edmundos wiederum ist mit einem Durchmesser von 21 mm ungewöhnlich dick. Es gibt jedoch auch bei der Montecristo-Zigarre kleinere Formate.
Auch zur sogenannten Romeo y Julieta gehören viele verschiedene Zigarren und Tabaksorten. Ihr cremiges und würziges Aroma ist bei Einsteigern und fortgeschrittenen Rauchern gleichermaßen sehr beliebt. Bereits zwischen 1885 und 1900 erhielt die Zigarrenmarke Romeo y Julieta in vier Ausstellungen Goldmedaillen für ihre besondere Qualität.
Kubas älteste Zigarrenmarke ist die Partagás, die für einen recht kräftigen und eher erdigen Geschmack bekannt ist. Auch die Bolivar-Zigarren sind relativ kräftig und herb im Aroma und daher nicht unbedingt für Einsteiger geeignet. Als besonders einsteigerfreundlich gilt dagegen die Quintero, die vergleichsweise günstig ist. Dies hat unter Anderem damit zu tun, dass nicht alle Zigarren dieser Marke von Hand gedreht werden. Die Fonseca-Zigarren sind ebenso für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie für einen sehr speziellen milden, leicht lakritzartigen Geschmack bekannt. Zur Marke Fonseca gehört bisher nur ein kleines Sortiment von vier Formaten, die erlesenen Zigarren jedoch sind qualitativ sehr hochwertig. Besonders ist bei dieser Marke auch, dass jede einzelne Zigarre in transparentes Seidenpapier gehüllt ist. Weitere bekannte kubanische Zigarrenmarken sind Cuaba, Hoyo de Monterrey, H. Upmann und Trinidad.